Maritimer Adventskalender 2018

Glückliche Gewinner berichten

Auf dieser Seite möchten wir unsere großen aber auch kleinen Gewinner zu Wort kommen lassen. Den Anfang hierbei macht Antje Wrang, die im letzten Jahr einen der Hauptpreise gewonnen hat. Wenn auch Sie schon zu den Gewinnern des Maritimen Adventskalenders gehörten, freuen wir uns über Ihr Feedback unter service@maritimer-adventskalender.de. Für alle, die leider noch nicht das Glück hatten zu gewinnen, hier schon einmal der Hinweis: Auch 2018 werden das Seemannsheim Hamburg, der international seamen´s club Duckdalben und die Seemannsmission Brunsbüttel wieder einen Kalender auflegen.

Reisebericht zur 2017 gewonnenen A-ROSA Flusskreuzfahrt Passau/Engelhartszell – Wien – Linz – Engelhartszell/Passau

A-Rosa Flusskreuzfahrt

Foto: © Antje Wrang

Von Antje Wrang

Vorab einige Bemerkungen zu dieser, im Maritimen Adventskalender der Seemannsmission gewonnenen, Reise von A-ROSA Flusskreuzfahrten in Rostock. Die Übergabe des Gutscheines und die angeregte Unterhaltung in dem Haus der Seemannsmission am Krayenkamp mit der Leiterin Susanne Hergoss und dem Journalisten Dr. Hergen H. Riedel stimmten uns erwartungsvoll auf die bevorstehende Reise ein.

Wieder Zuhause schauten wir, wann die Möglichkeit laut A-ROSA-Fahrplan zu dieser gewonnenen Reise bestände und wie diese Termine in unseren Terminkalender passten. Danach rief ich in Rostock bei A-ROSA-Flusskreuzfahrten an und fragte, ob wir noch einen Platz im Juli und gegen Zahlung eines Aufpreises eine Kabine mit französischem Balkon bekommen könnten. Alles ging ohne Probleme, wir bekamen unseren Wunschtermin – mitten in der Hauptsaison – und eine Kabine auf Deck 2. Weitere Fragen bezogen sich auf Ausflüge, die über die Reederei angeboten werden und evtl. Hotels mit denen die Reederei zusammenarbeitet. Hier bekam ich umgehend je eine Liste. Die Ausflüge konnten vorab reserviert werden, die endgültige Buchung sollte an Bord erfolgen. Die Hotel-Reservierungen für Passau, einen Tag vor Reisebeginn und einen Tag nach Beendigung der Reise erfolgten ebenfalls wunschgemäß über die Reederei.

Der gesamte Service vor der tatsächlichen Reise ließ keine Wünsche übrig.

Nachdem ich die Reiseunterlagen erhalten hatte, die Bahnfahrt war bereits gebucht, stiegen Vorfreude und Spannung, da mein Mann und ich bisher noch keine Flusskreuzfahrt gemacht hatten. Auch Passau war uns nicht wirklich bekannt.

Die Reise von Passau begann am 7. Juli und endete am 11. Juli 2018 in Passau. Unsere Reise begann am 6. Juli am Bahnhof Hamburg-Dammtor um 7.55 Uhr von Gleis 4. Nach den vorangegangenen sonnigen Tagen nieselte es an diesem Morgen, typisch Hamburg.

In Hannover hatte der Zug einen etwas längeren Aufenthalt, den der Zugführer ankündigte und somit konnten wir nicht nur unsere Beine ein wenig auf dem Bahnsteig vertreten, nein, wir konnten auch eine Zigarette rauchen. In Göttingen hingen die Wolken immer noch sehr tief. Es war inzwischen 10.00 Uhr und die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit des ICE 91 lag bei 185 km/h.

Unsere reservierten Plätze waren auf der rechten Seite des Zuges und wir sahen dort Felder und Wälder und auch immer wieder Biogas-Anlagen.

Ab 10.30 Uhr zwischen Kassel und Fulda zeigte sich die Sonne und der Mond war auch noch zu sehen. Hinter Würzburg kamen häufiger Solarfelder in unser Blickfeld. Der ICE erreichte pünktlich um 14.25 Uhr den Hauptbahnhof von Passau. Die Sonne schien und wir fuhren mit dem Taxi in das gebuchte Hotel „Passauer Wolf“. Das reservierte Zimmer lag mit dem Blick auf die Donau, auf der wir dann die ersten Flusskreuzfahrtschiffe sahen.

Am 7. Juli ging es dann gegen 14.00 Uhr zurück zum Bahnhof. Dort erwartete uns bereits der Cruise Manager und kümmerte sich um die Koffer und den Transfer zum Liegeplatz der A-ROSA Riva in Engelhartszell. Es ging durch das sonnige Passau eine gute halbe Stunde zum Schiffsanleger. Wir hatten einen ausgezeichneten Busfahrer, der uns auf einige Sehenswürdigkeiten aufmerksam machte und kurze Erklärungen dazu gab.

In der Schleuse – Foto: © Antje Wrang

In Engelhartszell wurden die Damen beim Betreten des Schiffes mit einer Rose begrüßt. Sämtliche relevanten Unterlagen für die Reise waren bereits in der Kabine. Bordkarte, Ausflugstickets, das A-ROSA Journal für den Tag. Dessen wichtigsten Informationen waren das Landgangsende und die Sicherheitsübungszeiten für die Passagiere. Außerdem enthielt das Journal die Daten über das Restaurant, (ein vorzügliches Buffet zur Selbstbedienung und mit Köchen, die die angebotenen Speisen erklärten) den Decksplan, die Rezeption, die rund um die Uhr – also 24 Stunden erreichbar war.

Das Wetter war gut und nachdem die Auslaufparty auf dem Achterdeck und die Sicherheitseinweisung in der Lounge, in der täglich ab 20.45 Uhr ein Unterhaltungsprogramm für die Passagiere angeboten wurde, beendet waren, die Koffer ausgepackt und die Sachen in der großzügigen Kabine für die nächsten vier Tage verstaut waren, nahmen wir unser Abendessen auf Deck 3 ein. Dem Deck auf dem sich das Restaurant und der Außenbereich des Restaurants befand, der teilweise überdach war. Es war das Achterdeck. Hier nahmen wir während der gesamten Reise unsere Mahlzeiten ein und genossen in der anderen Zeit die wunderbare Aussicht auf die Donau und die Landschaft. Die Landschaft ist traumhaft schön. Als spektakulär erwiesen sich die vielen Schleusungen, da die Donau vor langer Zeit für den Schiffsverkehr begradigt wurde. Von Engelhartszell bis Wien und zurück fuhren wir während jeder Fahrt in 8 Schleusenkammern. Für Technikfreaks lohnt sich die Reise schon aus diesem Grund. Für die Besatzung ist jede Schleuse eine Herausforderung. Auf jeder Kabine lag ein Plan in dem „A-ROSA RIVA stellt sich vor“. Dieser Plan enthielt die wichtigsten Schiffsdaten sowie die Orte, die während der Reise passiert werden und die entsprechenden Schleusen bis nach Budapest. Ebenso wie die Schleusen fordern die zu unterfahrenden Brücken die Besatzung. Die meisten Brücken sind so niedrig, dass die Passagiere aus Sicherheitsgründen das Sonnendeck, welches sich auf Deck 4 befindet, verlassen müssen. Deshalb haben wir nur einmal, während des Aufenthaltes in Wien, das Sonnendeck genutzt. Die anderen Passagiere frequentierten es sehr stark, Aber wir sind auch nicht die großen Sonnenanbeter. Uns interessieren die Landschaft und die Bauwerke rechts und links am Ufer. Dies ließ sich alles hervorragend vom Außenbereich des Restaurants betrachten. Das Buffet war reichlich. Es gab Fleisch, Fisch, Gemüse, Brot, Wurst, Schinken, Käse, Eis und viele kleine Leckereien. Jeden Tag und zu jeder Hauptmahlzeit. Es gehörte viel Disziplin dazu, nicht mehr als Zuhause zu essen. Aber es gelang uns. Wir haben nicht zugenommen.

Der Sonntag war wieder ein strahlender Tag. Um 12.00 Uhr erreichten wir unseren Anleger in Wien. In der Rezeption lag in Formationsblatt „Hafenführer Wien“ aus. Hier wurden in Kurzform die wichtigsten Sehenswürdigkeiten beschrieben und auf der Rückseite war ein Innenstadtplan abgedruckt. Diese Information war für die Passagiere gedacht, die die Stadt allein erkunden wollten. Neben diesen Informationen, sowie dem täglichen A-ROSA Journal gab es auch täglich die arosa-news, eine vierseitige Zeitung im A 4 Format, mit den aktuellen Themen aus Politik, Wirtschaft und allgemeinen Themen.

Unser heutiger Ausflug nannte sich „Rundfahrt durch Wien mit Schloß Belvedere und Kärntner Straße und Stephansdom und begann um 14.00 Uhr. Der Bus stand direkt am Anleger und die Reiseführerin erwartete uns zu einem wunderschönen Ausflug. Da Sonntag war, hatten die Geschäfte nicht geöffnet. Ich fragte daher die Reiseleiterin wo ich die von mir geliebten Mirabell Mozartkugeln bekommen könnte. Dies war sogar am Sonntag möglich. Gegenüber des berühmten „Hundertwasser Haus“ waren einige Souvenirläden in einer kleinen Passage und eben auch ein kleiner Laden, der ausschließlich Mirabell Produkte verkaufte. Ich war begeistert. Bei allen Ausflügen in Wien, die mit einem Bus stattfanden, gab es immer „feste Haltestellen„ die angefahren werden durften. An diesen Haltestellen wachte die Polizei darüber, dass eine Wartezeit von 5 Minuten nicht überschritten wurde. Aus diesem Grund mussten wir auch immer pünktlich wieder zu dem beschriebenen Halteplatz zurückkehren. Im anderen Fall drohen den Busunternehmen hohe Strafen. Nur so kann Wien die großen Touristenströme noch bewältigen. Sollten gehbehinderte Personen und Rollstuhlfahrer sich in einem Bus befinden, kann die Frist unter Aufsicht der Polizei etwas verlängert werden. Das heißt aber auch im Umkehrschluss die Busfahrer müssen ihre Fahrzeiten so planen, dass sie nicht zu früh an dem vereinbarten Ort eintreffen. Für Busfahrer und Reiseleiter ist dies immer wieder eine Herausforderung, die nicht immer von den Touristen akzeptiert wird.

Alle Passagiere kommen auf ihrem Weg von den Kabinen in das Restaurant am Bordshop und an der Café Bar vorbei. Deren Öffnungszeiten im täglichen A-ROSA Journal bekannt gegeben werden. Die vor dem Restaurant befindliche Day Lounge, verfügte abends ab 21.00Uhr über Spieltische. Da in der Zeit, als wir an Bord waren, die Fußball-Welt-Meisterschaft im Fernsehen übertragen wurde, konnten wir uns die Spiele mit anderen Passagieren in der Café Bar ansehen. Selbstverständlich verfügte unsere Kabine über einen eigenen Fernseher. Am Sonntag blieben wir über Nacht im Hafen in Wien und einige Passagiere hatten deshalb einen Ausflug zum Heurigen gebucht, der bis um 24.00 Uhr ging.

Die A-ROSA-Schiffe nebeneinander in Wien – Foto: © Antje Wrang

Wir zogen es vor, auf dem Achterdeck den einen oder anderen Sundowner zu uns zu nehmen und in den Himmel zu schauen. Am Montag konnten wir uns bis 18.00 Uhr die Stadt Wien anschauen. Dann war Landgangsende. Wir hatten uns für einen weiteren Ausflug entschieden. „Stephansdom und Kaffeehaus“. Auch hier hatten wir eine sehr gute Stadtführerin. Selbstverständlich gingen wir auch durch die Innenstadt und sahen die Hofburg, die Nationalbibliothek „Alberta“, den Helmut-Zilk-Platz und die sehr unterschiedliche Architektur. Heute stand ein ausführlicher Rundgang durch den Stephansdom an. Die Reiseleiterin gab sehr gute, ausreichende Erklärungen und überfrachtete diese nicht. Der Besuch im Kaffeehaus „Landmann“ war sehr gut organisiert. Es konnte zwischen drei Kuchenstücken gewählt werden: Sachertorte, Landmanntorte und Apfelstrudel. Wir entschieden uns für den Apfelstrudel und haben es nicht bereut. Die Tische waren bereits gedeckt, inklusive des berühmten Schlagobers. Damit wir keine Schwierigkeiten für die Bestellung unseres Kaffee bekamen, hatten wir von unserer Reiseführerin vorab eine Einweisung in die Geheimnisse der Kaffee-Bestellung erhalten. Wieder an Bord gab es auf dem Achterdeck die obligatorische Auflaufparty. Danach fand das Abendessen statt, das wir selbstverständlich wieder auf dem Achterdeck einnahmen und dort blieben bis wir ins Bett gingen.

Da uns die Landschaft so faszinierte haben wir von den reichlichen Angeboten im SPA-Bereich, den Frühschoppen und sonstigen Unterhaltungsprogrammen keinen Gebrauch gemacht.

Am nächsten Tag sollten wir um 14.00 Uhr Linz erreichen. Also genügend Zeit, um gemütlich auf dem Achterdeck zu frühstücken. Hier muss einmal das fantastische Schwarzbrot erwähnt werden, welches auch am vorletzten Tag für den Abreisetag als „Mitbringsel“ bestellt und gekauft werden konnte. Ich musste zwei Brote bestellen, obwohl wir nicht am Ankunftstag nach Hamburg zurückfuhren. Aber das Brot hat sich wunderbar gehalten und wir hatten in Hamburg noch ein bisschen „AROSA-Feeling“.

Für Linz hatten wir den Ausflug „Kulturträchtiges Linz“, eine Erkundung der Stadt zu Fuß gebucht. Auch diese Stadtführerin war wieder ganz hervorragend. Nach unserem Rundgang gingen wir noch ein wenig allein durch die Stadt und später durch einen Torweg in einen riesigen, aber gemütlichen Kaffeegarten, um einen Kaffee zu trinken. Leider begann es dann zu regneten und wir suchten die nicht weit entfernte Einkaufspassage auf. Der Regen ließ dann wieder etwas nach und wir gingen zurück zum Schiff. Danach hatten wir keine Lust mehr, noch einmal die Stadt weiter auf eigene Faust zu erkunden.

Dieses war also unsere letzte Nacht an Bord. Aber wir wurden vorher sehr gut informiert, wie die Ausschiffung erfolgen sollte. Es gab einen großen Zettel, auf dem wir ankreuzen konnten, ob wir noch am Abreisetag mit dem Zug weiterfahren wollten und es waren diverse Züge aufgeführt, zu deren Abfahrtzeiten vom Passauer Bahnhof die Koffer gebracht werden sollten. Ebenso konnte man ankreuzen ob man zum Parkhaus nach Engelhartszell, zum Parkhaus nach Passau oder einfach nur mit seinen Koffern zum Bahnhof gebracht werden wollte. Wir wollten nur zum Bahnhof, da wir von dort mit dem Taxi in unser Hotel fahren wollten.

Außerdem gab es ein Schreiben, in dem über die Gepflogenheiten des „Trinkgeldes“ für die Crew auf den A-ROSA Flusskreuzfahrtschiffen aufgeklärt wurde. Als sehr positiv haben wir empfunden, dass es keinen generellen Betrag, wie häufig auf den großen Kreuzfahrtschiffen, gab. Auf jeder Kabine lag ein Briefumschlag, in den jeder seinen, für ihn als Dankeschön und Anerkennung der Crew-Leistung seinen Obolus stecken konnte. An der Rezeption stand eine Trinkgeldbox, in die dieser Umschlag dann gesteckt werden konnte. Eine wirklich gute Idee, da viele Reisende ihrem Kabinenpersonal sowieso immer ein Trinkgeld geben und so die anderen Crew-Mitglieder, die man selten oder gar nicht zu Gesicht bekommt, auch für ihre Arbeit belohnt werden.

Das Fazit unserer Reise: Wir hatten sie uns nicht so schön vorgestellt und werden bestimmt zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal mit A-ROSA Flusskreuzfahrten eine Reise auf dem Rhein machen.

Ich möchte mich noch einmal ganz, ganz herzlich für die tolle Betreuung meines Crewmitgliedes während seinen Klinikaufenthaltes in Brunsbüttel bei Ihrem ganzen Team bedanken. Sie machen eine tolle Arbeit.

Andreas Greulich

Kapitän von der "MS Deutschland"

Für mich ist die Seemannsmission Brunsbüttel die Seemannsmission der Herzen und deshalb arbeite ich hier gerne und mit viel Einsatz! ;-)

Jette

FSJ-lerin